Kategorie-Archiv: Kambodscha

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Insane in the brain!

„Völlig krank im Kopf“, etwas anderes fällt mir nicht ein, wenn ich in Choeung Ek, den Killing fields nahe Phnom Penh in Kamdoscha stehe. Hier und an vielen weiteren Killing fields im Land haben die roten Khmer unter ihrem Führer Pol Pot innerhalb von drei Jahren etwa 3 Millionen Landsleute umgebracht. Das waren 40 Prozent der Gesamtbevölkerung Kambodschas. Wie krank! Und das alles, weil sie einer Utopie verfallen waren, wie die zukünftige Gesellschaft auszusehen hat. Die Utopie vom Arbeiter- und Bauernstaat wurde radikal umgesetzt. Phnom Penh, die Hauptstadt mit 2 Millionen Menschen, wurde innerhalb von drei Tagen geräumt. Wer die Stadt nicht verlassen hat, wurde direkt exekutiert. Alle Intellektuellen, Ärzte, Lehrer, Brillenträger wurden umgebracht oder, wenn sie viel Glück hatten, als Sklaven in den Reisfeldern eingesetzt. Sogar Kleinkinder und Säuglinge wurden brutal umgebracht, indem man sie mit den Köpfen gegen Bäume geschleudert hat – man muss das Übel an der Wurzel…

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Und das Ganze geschah nicht irgendwann vor grauer Vorzeit, sondern vor weniger als vierzig Jahren. Und die Welt hat jahrelang weggeschaut anstatt zu helfen. Schlimmer noch, die UNO hat dieses kranke Regime finanziell unterstützt und ihnen einen Sitz in der Vollversammlung gegeben, die USA haben Waffen für den Genozid geliefert! Es hat politisch in den Kram gepasst, dass ein Land sich selbst auslöscht, also hat man mal abgewartet, was so passiert. Es ist wirklich nicht zu glauben, wie krank die Menschheit doch ist. Wir lernen tatsächlich Nichts aus der Vergangenheit!

Die Kriegsgeschichte von Laos, Vietnam und Kambodscha vor Ort zu erleben, ist wirklich schmerzhaft und macht betroffen. Und gleichzeitig ist es beeindruckend zu sehen, wie die Menschen ihre Länder wieder aufbauen, wie freundlich und offen sie die Fremden empfangen, deren Staaten einen Großteil des Elends und des Leids verursacht haben. Hier geht’s zu den Bildern.

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Vom Erdbeben in Nepal haben wir hier natürlich auch gehört und in den Nachrichten Bilder gesehen. Das macht sprachlos! Die Orte, die nun in Schutt und Asche liegen, haben wir vor Kurzem noch angeschaut. Ein schräges Gefühl. Und dank der chinesischen Regierung, die uns durch Tibet hat reisen lassen, sind wir jetzt nicht dort.
Falls jemand was Spenden möchte und nicht weiß, wohin: Govinda Entwicklungshilfe e.V. ist eine uns bekannte deutsch-schweizer Organisation, die in Kathmandu Waisenhäuser und Schulen betreibt. Die können in dieser Situation jeden Euro gebrauchen. Unter www.waisenkind.de gibt es Infos über die Projekte in Nepal.
Spendenkonto:
KSK Ostalb
BLZ: 614 500 50
Konto: 805 015 135
BIC/Swift: OASPDE6AXXX
IBAN: DE04 6145 0050 0805 0151 35
Stichwort: Erdbeben Nepal
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