Kategorie-Archiv: Indonesien

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We have to go

Jetzt geht es wirklich Richtung Heimat. Hoga Island war der östlichste Ort unserer Reise, ab jetzt halten wir uns an den Songtitel und reisen wieder nach Westen, „follow the sun“.

Zunächst steht wieder ein Besuch unserer Freunde in Kendari an. Fünf Tage genießen wir ihre Gastfreundschaft und sind bei einem Gottesdienst dabei, erkunden die Statteile von Kendari mit dem Auto, gehen mal wieder zu einem Arzt, decken uns mit Souvenirs ein, gehen nochmal Karaoke singen, besuchen eine kleine Schule, machen einen Bilderabend zu unserer Reise und werden mit Geschenken für uns und für viele Menschen in Hall bestückt. Unsere Rucksäcke sind zu zwei Dritteln mit Geschenken und Souvenirs gefüllt.

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Dann heißt es „Abschied nehmen“ und wir fliegen mit vielen guten Wünschen und einem Auftrag in Richtung Heimat: die Kirchenpartnerschaft zwischen Schwäbisch Hall und Kendari sollte wieder mit mehr Leben gefüllt werden, denn der Austausch bereichert unsere Kultur. So werden wir in den kommenden Wochen und Monaten das eine oder andere Gespräch führen. Beispielsweise über die kleine Juniorhighschool, die die Kirche vor zwei Jahren mit 30 Schülern gestartet hat oder über einen Besuch mit Gegenbesuch von jungen Erwachsenen in den nächsten Jahren.

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Der letzte Zwischenstopp ist Singapur. Wir erkunden zwei Tage lang die Stadt, die vielen asiatischen Kulturen Heimat bietet. Unter anderem Chinesen, Indern, Indonesiern, Malayen, … Deshalb haben sich verschiedene Viertel gebildet, die völlig unterschiedlich sind. Sehr abgefahren ist das Banken- und Nobelviertel um die Marina Bay. Hier beherrschen Luxus und Wohlstand das Stadtbild. Abgefahrene Bauwerke wie das Marina Sands Hotel ziehen uns in ihren Bann. Und wir bekommen ein letztes Mal „Besuch“. Marcel weitet einen Geschäftstermin aus, um mit uns die Stadt zu entdecken – sein Gepäck entdeckt die Stadt ebenfalls, allerdings ohne ihn;-)
Am letzten Abend schwächelt Ute ein wenig und so verbringen Marcel und ich einen ganz besonderen, skurrilen Herrenabend in einer chinesischen Bar in Little India.
Trotz aller Sehenswürdigkeiten und den verschiedenen kulturellen Einflüssen begeistert uns die Stadt aber nicht so sehr, wie erwartet. Irgendwie fehlt ihr die Seele und die einzigartige Identität. Zudem ist Singapur nicht so super sauber, wie alle erzählen. Für asiatische Verhältnisse ist sie sehr sauber, aber ansonsten eher wie bei uns.

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Nun geht es aber wirklich nach Hause. Der Flieger bringt uns mit einem Stopover in Sri Lanka in etwa sechzehn Stunden zurück nach Deutschland. Mal schauen, welche Abenteuer zu Hause auf uns warten, immerhin waren wir jetzt doch ein paar Tage nicht mehr dort.
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Du, Du allein kannst mich verstehen

Der Titel hat diesmal nichts mit meinen Eindrücken von Indonesien zu tun, da wären mal wieder Textzeilen wie island in the sun, hey (there) Mister Mister oder sing, sing, sing passender gewesen. Aber die Indonesier lieben Karaoke, nicht nur im KTV, sondern auch auf Booten mit fetten Boxen (leider direkt neben meinem Kopf). Auch wir werden in diverse Karaokeschuppen gezerrt, sehr zur Freude Olis. Und wir müssen deutsch singen. Und was gibt es da zur Auswahl? An deutschem Liedgut lässt sich wenig finden, letztendlich gibt es ein deutsches Lied, den Kassenschlager schlechthin: „Du“ von Peter Maffay:)

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Der Inselstaat ist viel größer als wir es uns vorgestellt haben. Daher haben wir auch die Entfernungen hier unterschätzt. Mit 240 Millionen Einwohnern ist Indonesien die viertgrößte Population der Welt und die braucht auch Platz. Indonesien hat hunderte von Inseln und mindestens genau so viele unterschiedliche Stämme. Daher ist jede Insel anders. Wir lernen nur ganz kleine Teile kennen. Um wirklich einen Einblick von Indonesien zu bekommen, muss man vermutlich ein Jahr lang nur hier herumreisen, machen wir das nächste Mal. Was, glaube ich, aber für alle Indonesier gilt ist, ihre herzliche Freundlichkeit, die Freude am Lachen, irgendwie eine kindliche Unschuld, der Spaß an Musik, v.a. am Singen, egal wo, ihre Neugier und ihre Gastfreundschaft und die damit verbundene Neigung, einen mit Geschenken zu überhäufen. Letzeres beschämt uns fast. Wir bekommen hier so viel Herzlichkeit, Zeit und Aufmerksamkeit und dann werden wir noch mit kostbaren Geschenken überhäuft. Sich dagegen zu wehren ist zwecklos. Die spinnen einfach, die Indonesier und dann entschuldigen sie sich, dass sie uns nicht mehr geben können, als ein Hotelzimmer zu bezahlen oder Silberringe. Mittlerweile sind unsere Rucksäcke jeweils fünf Kilo schwerer geworden…..

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Auf Flores sind wir hauptsächlich typische Urlaubstouristen. Da wir einen Tauchkurs machen und Oli kränkelt, sind wir nur in Labuan Bajo und sehen ganz wenig von der Insel. Hier haben wir den Eindruck, dass hinter jedem Unternehmen ein Westler steht (in Wakatobi ist es etwas anders). Die kurzen Ausflüge ins Inselinnere sind sehr schön. Man hat das Gefühl, dass die Leute wenig Touristen auf Rollern sehen, sogar so nahe an der Touristenhochburg. Uns wird zugewunken und die Kinder wollen sich mit uns abklatschen. Das fitzt ganz schön, so beim Fahren. Flores ist weitgehend katholisch, daher wird am Sonntag wohl viel Arak getrunken. Sulawesi ist muslimischer, daher gibt es hier sehr wenig Alkohol. Auf Sulawesi sind wir eigentlich nur in Kendari und auf ein paar angrenzenden Inseln, daher auch ein eher bescheidener Einblick, dafür wunderschön.

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Da wir in Indonesien die eine oder andere Ärztin besuchen, lernen wir das Konzept „Arztpraxis in Apotheke“ kennen. Sehr praktisch. Zudem arbeiten die Ärzte hier häufig in der Klinik und betreuen am Nachmittag und Abend unterschiedliche Praxen, in denen sie dann jeweils für ein bis zwei Stunden sind. Oder in Kendari erheblich länger, z.T. bis mitten in die Nacht. Und in so mancher Arztpraxis und Apotheke gibt es ein Photoshooting – we are famous again.

In Indonesien erhalten wir auch einen kleinen Einblick in die fantastische Unterwasserwelt. Unglaublich was es da alles an abgefahrenen Formen und Farben gibt. Und die Tiere sind im Gegensatz zu den meisten Landtieren nicht sonderlich scheu, „rennen“ also nicht gleich weg. Das raubt einem förmlich den Atem und daher haben unsere Dive Masters immer mehr Luft übrig als wir. Wir müssen mehr üben! Allerdings zeigt sich auch, dass wir Weicheier sind und unsere Ohren Schwierigkeiten mit dem Druck da unten haben. Dafür bereiten wir uns schon darauf vor alt und schwerhörig zu werden, sehr amüsant – Hä? Wie bitte? Was?

Die Kleidung, bzw. was man anzieht hat hier wesentlich mehr Bedeutung als bei uns. So sieht man beispielsweise in Kendari fast niemanden mit kurzen Hosen, auf den kleinen Inseln hingegen schon. Auch sind die Schultern der Frauen grundsätzlich bedeckt. Baden gehen alle mit ihren kompletten Klamotten. Badebekleidung gibt es eigentlich nicht und nur die Kinder dürfen Haut zeigen, und natürlich die Männer ihren Oberkörper. A propos. Indonesien ist wieder ein „Plauze-raus“ Land. D.h. T-Shirt einmal nach oben klappen und Plauze der Sonne zeigen.

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Im Vorfeld habe ich gelesen, dass die Indonesier im Schnitt neun Stunden am Tag in einen Bildschirm starren, da habe ich mich natürlich gefragt, wie das denn sein kann. Jetzt weiß ich es. Die Lösung liegt bei den Handys und den vielen TVs überall (Kantor Imigrasi, Pete Pete, Cafés, Restaurants,….) Die meisten Indonesier haben nicht nur ein Mobiltelefon, sondern zwei bis drei. Dafür haben andere in ärmeren Dörfern keines, die haben ja auch kein Strom, da braucht man sowas nicht…
Eine krasse Besonderheit für uns war zu dem, dass wir in Indonesien für unsere Verhältnisse unglaublich viel geflogen sind. Zeitmangel und Krankheit haben diesen Umstand leider begünstigt.

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Ich bin sehr dankbar für die wundervollen Menschen, die wir hier besucht haben und mal wieder völlig überwältigt von dieser Mentalität, nicht nur der des Schenkens. Wenn man sich beispielsweise zur Begrüßung die Hand gibt führt man anschließend die eigene Hand kurz ans Herz, um zu verdeutlichen, dass man von Herzen gegrüßt wird. Kinder behalten die Hand des Erwachsenen in ihrer und führen diese mit einer leichten Verbeugung an ihre Stirn.
Mal schauen, wann es das nächste Wiedersehen gibt.
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This is my last resort

Und das haben wir auf der Insel Hoga gefunden. Eigentlich ist es auch unser „first resort“ auf der Reise, aber dazu gibt es kein Lied;-) Der Liedtitel in Utes Kopf, der sich dort schon wochenlang rumtrieb, war auch der eigentliche Grund, warum wir in ein Resort gegangen sind. Passender wären Titel wie island in the sun, another day in paradise, eine Insel, ich geh mit dir wohin du willst, auch bis ans Ende dieser Welt, … gewesen, aber Hirnfurz ist nunmal Hirnfurz!

Da in der Reisekasse noch ein paar Groschen klimpern, gönnen wir uns mal eine tropische Insel fast für uns alleine. Das Wiahoga Resort ist so ziemlich das, wovon ich träume, wenn ich von einsamen Inseln träume. Wer zu Neid neigt, sollte jetzt mit dem lesen aufhören!

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Hoga ist Natur und Erholung pur! Es gibt ein winziges Fischerdorf am einen Ende der Insel, unberührten, weißen Sandstrand, Kokospalmen, unsere Hütte fast direkt am Strand, ein wunderschönes Korallenriff um die Insel, zum Schnorcheln und Tauchen. Die Fischer kommen in ihren Kanus mit dem Fang des Tages vorbei und unsere Resortmanagerin kocht für uns vier Bewohner leckeren Fisch, oder Shrimps, oder Calamari oder Krebse, oder…
Wenn wir nicht im kristallklaren Wasser planschen oder tauchen, liegen wir in der Hängematte zwischen Palmen und genießen das Leben. Ab und zu wandert eine Riesenechse vorbei und sagt Hallo. Abends sitzen wir am Strand und bestaunen den Sternenhimmel oder lassen Einsiedlerkrebse ein Wettrennen veranstalten.

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Das Tauchen ist hier, wie schon in Komodo, wunderschön. Ungefähr 200 Meter vom Strand entfernt, gibt es „the wall“ – das Korallenriff fällt bis zu 50 Meter senkrecht nach unten ab. Der Hammer, aber tiefer als 24 Meter wagen wir uns nicht. Unser dive master ist ‚ne Wucht im Finden kleiner und gut getarnter Dinge. So sehen wir winzige Babyseepferdchen in blaugrau und lila, oder die zwei Zentimeter große, haarige Gorillacrab. Aber natürlich gibt es auch viele Fische zu bestaunen, in allen möglichen Formen und Farben. Am abgefahrensten sind die Nudibranches, kleine Nacktschnecken in den knalligsten Farben.

So ein Paradies versteckt sich ganz gerne, deshalb ist die An- und Abreise etwas abenteuerlich. Local boats sind angesagt, um in den Wakatobi Nationalpark zu kommen. Und so schippern wir in mehr oder weniger hochseetauglichen Gefährten vierzehn Stunden übers Meer. Und das Meer will sich uns ja auch ordentlich präsentieren und zeigt uns, wie lustig so ein Boot schaukeln kann, aber Ute ist mittlerweile so reisetauglich, dass ihr gar nicht schlecht wird. Sie liegt aber auch die ganze Zeit mit geschlossenen Augen da.

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Friends will be friends

Im deutschen Sprachgebrauch ist man trotz Facebook eher feinfühlig, wenn es um den Begriff „Freund“ geht. Wir unterscheiden zwischen Freunden, Bekannten, Kollegen, Genossen und whatever. In Indonesien ist das ganz anders, hier hat man ganz schnell viele Freunde. Und deshalb sind wir jetzt – ganz undeutsch – bei unseren indonesischen Freunden in Kendari angekommen. Unsere Freunde haben wir vor sechs Jahren bei einem Jugendaustausch zwischen dem Haller Jugendwerk und der evang. Kirche von Südostsulawesi (GEPSULTRA) kennengelernt. Der Jugendchor von Kendari war zu Gast in Hall und wir erlebten eine sehr eindrucksvolle Zeit miteinander. Damals haben Ute und ich versprochen, „wir kommen euch besuchen“. Und schwupps, schon sind wir da!
Und was wir hier an Gastfreundschaft, an Herzlichkeit, an Wärme erfahren dürfen, ist einfach nur wunderbar. Eine der Chorsängerinnen – Echi – ist quasi unsere Rundumbetreuerin, die dafür Sorge trägt, dass es uns an nichts fehlt. Wir wurden bereits im Vorfeld mit Anreiseinfos und Übersetzungshilfen versorgt, werden nun natürlich vom Flughafen abgeholt. Dann werden wir ins Hotel gefahren, aber nicht in das Billighotel, das wir uns ausgesucht hatten, sondern ins „Plaza Inn“ – das Zimmer zahlen wir selbstverständlich nicht selbst. Nach einem ausgeklügelten System werden wir immer von verschiedenen Chorleuten überall hin eingeladen, zum Essen, zum Karaokesingen, zum Geburtstagsbesuch, zu einer Besprechung über den nächsten Jugendaustausch, …

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Nach nur drei Tagen reisen wir weiter in den Süden Sulawesis, kommen aber natürlich nochmal für fünf Tage am Ende unserer Tour zurück – das müssen wir hoch und heilig versprechen!
Und im Süden, in Bau Bau, machen wir nochmal einen zweitägigen  Zwischenstopp. Echis Freundin holt uns natürlich von der Fähre ab und bringt uns mit Motorrollern ins Hotel (5 min Fußweg). Die nächsten Tage verlaufen ähnlich wie in Kendari, außer dass wir unsere neuen Freunde bisher überhaupt nicht kannten und wir sie zum Essen einladen dürfen. Wir ziehen mit Vivi und ihren Freunden herum und sie zeigen uns alles, was man in Bau Bau so sehen muss, den Strand, den Kaskadenwasserfall, die Festung, die Plätze, an denen man die Sonnenuntergänge anschaut. Wir sind sofort Teil der Gruppe und fühlen uns so gut aufgehoben, das ist einfach nur schön.

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Und trotzdem freuen wir uns jetzt darauf, ein paar Tage wieder alleine unterwegs zu sein, denn so viel Nähe und Versorgung ist doch auch mitunter anstrengend. So zieht es uns nun gefühlt wirklich ans Ende der Welt. Es gibt ja schon wenige Menschen, die auf Anhieb sagen können, wo Südostsulawesi ist. Aber wer kennt denn bitte den Wakatobi Nationalpark und dort die Insel Hoga?

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Underwater love

Der Komodo-Nationalpark, östlich von Flores, wurde 1991 gegründet. Eigentlich, um die einzigartigen, nur hier vorkommenden  Komodowarane zu schützen. Die bis zu drei Meter großen „Drachen“ sind beeindruckende Tiere. Sie ernähren sich von Wildschweinen, Rehen oder auch Wasserbüffeln, indem sie sie beißen und dadurch vergiften. Nach ein paar Tagen oder Wochen fällt die Beute tot um, so lange folgen ihnen die Echsen. Falls sie hungrig sind, können auch mal Menschen auf der Speisekarte stehen. Dabei sehen sie sooo nett aus!

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Erst etwas später wurde der Nationalpark auf das Meer in der Komodo-Region ausgeweitet, denn das ist noch beeindruckender als die Drachen.
Das Aufeinandertreffen zweier Ozeane kreiert besondere Strömungen, ein reiches Planktonvorkommen und dadurch quasi ein „All you can eat-Büffet“ für allerlei Meeresgetier. Und deshalb müssen wir die Unterwasserwelt ganz genau anschauen. Also brauchen wir einen Tauchschein!
Fünf Tage später sind wir lizenzierte Open Water Divers und sind völlig fasziniert von dem, was wir da unten gesehen haben. Es gibt auch ein paar Bilder davon!

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Die herrlich bunten Korallenriffe bilden die Kulisse für eine völlig abgefahrene Tierwelt. Mordsspektakulär sind die großen Bewohner wie gechillte Meeresschildkröten, spielende Delfine, satte Riffhaie oder majestätische Mantas, die im Wasser fliegen. Aber auch die kleinen Riffbewohner sind obercool. Nemo und Dori, Einhornfische, Gorillakrabben, Rochen, Moränen, Seesterne, riesen Muscheln, … die Farben und Formen sind so unglaublich. Gott muss einen sehr kreativen Tag gehabt haben, als er die Unterwasserwelt erschaffen hat. Wir kommen vor lauter Faszination kaum dazu, Flores zu erkunden. Aber das Meer ist einfach der Wahnsinn. Und hier kann man coole Driftdives machen – man lässt sich einfach von der Strömung mitreißen und taucht nach ein paar Kilometern Drift wieder auf:-)

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Unsere super sympathische Tauchlehrerin hat uns gewarnt, dass wir wohl keinen besseren Platz auf der Welt zum Tauchen finden werden. Wir müssen also immer wieder nach Flores kommen.
Jetzt führt uns unser Weg weiter zur letzten Station – Südostsulawesi. Dort besuchen wir „unseren“ indonesischen Chor, den wir in Schwäbisch Hall bei einem Jugendwerksprojekt zu Gast hatten. Und vielleicht finden wir dort ja nochmal ein hübsches Tauchrevier…
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To the south, to the south, my time is running out

Jetzt aber mal flott nach Süden.
Wenn wir unser Ziel, Kendari, noch erreichen wollen, müssen wir mal wieder Strecke machen. Der Plan für die nächsten Wochen ist perfekt, jetzt muss er nur noch funktionieren. Also fahren wir mit dem Nachtzug von Bangkok bis Georgetown in Malaysia. Von dort nehmen wir die Fähre nach Sumatra … – FEHLER- … Die Fährverbindung wurde vor Kurzem eingestellt. Verdammt! Und warum? Weil alle immer fliegen wollen („just a 40 minutes flight. Only starting and landing!And the boat is too dangerous.“). Keiner hat mehr Zeit, um ein paar Stunden mit dem Boot zu fahren. In was für einer Welt leben wir eigentlich, wenn man selbst einem fünf Jahre alten Lonely Planet und Websites, die zuletzt 2013 aktualisiert wurden, nicht mehr vertrauen kann? Nun stehen wir also in Georgetown, sind frustriert und brauchen einen neuen Plan.

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Wir fahren mit dem Zug nach Mekassa und nehmen dort die Fähre nach Sumatra … – FEHLER- … Die fährt nur alle zwei Wochen und so viel Zeit haben wir nicht mehr. Was jetzt? Mit der Fähre von Singapur nach Jakarta … – FEHLER- … die fährt erst in einer Woche, auch zu spät. Wie wärs mit Fliegen? … – FEHLER- … wir wollen nicht fliegen!!! Aber wenn wir fliegen, haben wir genügend Zeit für das, was wir in Indonesien sehen wollen … – FEHLER- … wir WOLLEN nicht fliegen! Und wenn fliegen, wo denn hin? … – FEHLER- … nicht fliegen!? Aber wenn wir nach Bali fliegen, fährt am Tag danach die Fähre nach Flores, dann könnten wir dort über zwei Wochen sein… doch fliegen? ***AHHHRRRGGGHHH****, wir fliegen!

Aber zuerst schauen wir uns Georgetown an und schlemmen in der Streetfood-Hauptstadt an leckeren Buden zur Frustbewältigung. Dann geht’s mit dem Nachtbus – mal wieder Nachtbus, hurra! – nach Kuala Lumpur, wo uns der Flieger nach Bali erwartet. Auf Bali bekommen wir zum Glück noch ein Ticket für die Fähre nach Flores. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert! Dann noch kurz am Stadtstrand die Surfer beobachten und kurz durchs Meer laufen – zwanzig Stunden sind genug Bali.

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Am nächsten Morgen geht es um sieben auf die Fähre Richtung Flores – economy class, was anderes gibts nicht! Das bedeutet, viel Kontakt zu den mitreisenden Indonesiern, denn unsere „Kabine“ hat 108 Schlafplätze. Wir verbringen eine wunderschöne 34-stündige Überfahrt, vorbei an vielen üppig grün bewachsenen Vulkaninseln und lernen von ein paar neuen Freunden die ersten Brocken indonesisch und einiges über Land und Leute. Wie schön, dass es doch noch die eine oder andere Fähre auf der Welt gibt!

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Auf Flores sind wir nun am südlichsten Punkt unserer Reise angekommen, ab jetzt kommen wir der Heimat wieder näher, aber zunächst erkunden wir hier mal die Insel und schauen, was für abgefahrene Tiere wir finden. Man munkelt von Drachen…

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