wpid-img_20150506562621.jpg

Another journey by train

Endlich sitzen wir wieder im Zug!

Mit dem Zug durch Thailand zu gondeln, ist ein sehr nostalgisches Reisen. Man kommt sich vor, als wäre man ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit versetzt worden. Die Waggons und Bahnhöfe sind sehr hübsch und altertümlich, die Bahnmitarbeiter haben wunderschöne Uniformen mit Abzeichen an, es werden Flaggen geschwenkt und Glocken von Hand geläutet, wenn ein Zug losfahren darf und die Schaffner stanzen Herzchen in den Fahrschein, um ihn zu entwerten! An den Bahnübergängen gibt es noch Wärter, die die Schranken manuell steuern. Da jubiliert das Eisenbahner-Gen in mir mal wieder. Es ist ein bisschen wie eine Fahrt mit dem feurigen Elias, nur mit einer Diesellok.

image

Doch bevor uns die Eisenbahn nach über zwei Monaten mal wieder hatte, war da ja noch unsere Kurzvisite in Kambodscha. Da wir uns in Vietnam und Laos etwas mehr Zeit gelassen haben, haben wir uns in Kambodscha auf die Hauptstadt Phnom Penh und Siem Reap mit den Tempeln von Angkor beschränkt – 7 Tage und 7 Nächte. Und diese Tempelanlagen waren einen Besuch auf jeden Fall wert. Mitten im Dschungel erwartet die jährlich etwa drei Millionen Touristen ein beeindruckendes Wunderwerk, das die Menschen vor etwa tausend Jahren geschaffen haben. Zum Teil noch richtig gut erhalten (Angkor Wat), zum Teil von der Natur wieder fast verschluckt, kann man sich hier gleich mehrere Tage satt sehen und das eine oder andere Foto machen. Ute hat es geschafft, an den beiden Tagen über 700 Bilder zu schießen!!! Wer Tomb Raider gesehen hat (und nicht nur Augen für Lara Croft hatte), der kann sich vorstellen, wie es hier aussieht – der wurde zum Teil in Angkor gedreht.

image

Ein Gefühl für das Land und deren Bewohner konnte sich in so kurzer Zeit natürlich nicht einstellen – müssen wir beim eben nochmal her:-)
Auffallend war, dass v.a. in Phnom Penh viele westliche komische ältere Männer rum laufen, fast alle mit einer Asiatin im Schlepptau.

Meine Trauma-Aufarbeitung in Bagkok hat hervorragend funktioniert. Ich hatte ja so meine Bedenken, denn bei unserem ersten Kurzbesuch vor elf Jahren hat mich die Stadt in kürzester Zeit fertig gemacht. Doch nun, mit der Erfahrung von fast dreihundert Reisetagen, war Bangkok geradezu entspannend. Wobei nach wie vor gilt: die Tuk-Tukfahrer sind lebensmüde und völlig verrückt. In ihren frisierten, bunten, lauten Klapperkisten heizen sie wie die Gestörten durchs Verkehrschaos. Es gibt zum Glück andere Verkehrsmittel, man muss ja nicht mit dem Tuk-Tuk fahren, ist aber ein guter Adrenalinkick! Im Kino erwartete uns ein ganz besonderer Spezialeffekt: vor dem Film gibt es die Durchsage, sich zu Ehren des Königs zu erheben. Dann kommt ein kurzes Video über den hier glühend verehrten König und seine noch mehr verehrte Königin und erst dann geht der Film los.

image

Jetzt durchqueren wir mit dem etwas flotteren Nachtzug ganz schnell Thailand, kucken uns Georgetown/Penang in Malaysia an, bevor wir in den letzten dreißig Tagen Indonesien erkunden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>