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Friends will be friends

Im deutschen Sprachgebrauch ist man trotz Facebook eher feinfühlig, wenn es um den Begriff „Freund“ geht. Wir unterscheiden zwischen Freunden, Bekannten, Kollegen, Genossen und whatever. In Indonesien ist das ganz anders, hier hat man ganz schnell viele Freunde. Und deshalb sind wir jetzt – ganz undeutsch – bei unseren indonesischen Freunden in Kendari angekommen. Unsere Freunde haben wir vor sechs Jahren bei einem Jugendaustausch zwischen dem Haller Jugendwerk und der evang. Kirche von Südostsulawesi (GEPSULTRA) kennengelernt. Der Jugendchor von Kendari war zu Gast in Hall und wir erlebten eine sehr eindrucksvolle Zeit miteinander. Damals haben Ute und ich versprochen, „wir kommen euch besuchen“. Und schwupps, schon sind wir da!
Und was wir hier an Gastfreundschaft, an Herzlichkeit, an Wärme erfahren dürfen, ist einfach nur wunderbar. Eine der Chorsängerinnen – Echi – ist quasi unsere Rundumbetreuerin, die dafür Sorge trägt, dass es uns an nichts fehlt. Wir wurden bereits im Vorfeld mit Anreiseinfos und Übersetzungshilfen versorgt, werden nun natürlich vom Flughafen abgeholt. Dann werden wir ins Hotel gefahren, aber nicht in das Billighotel, das wir uns ausgesucht hatten, sondern ins „Plaza Inn“ – das Zimmer zahlen wir selbstverständlich nicht selbst. Nach einem ausgeklügelten System werden wir immer von verschiedenen Chorleuten überall hin eingeladen, zum Essen, zum Karaokesingen, zum Geburtstagsbesuch, zu einer Besprechung über den nächsten Jugendaustausch, …

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Nach nur drei Tagen reisen wir weiter in den Süden Sulawesis, kommen aber natürlich nochmal für fünf Tage am Ende unserer Tour zurück – das müssen wir hoch und heilig versprechen!
Und im Süden, in Bau Bau, machen wir nochmal einen zweitägigen  Zwischenstopp. Echis Freundin holt uns natürlich von der Fähre ab und bringt uns mit Motorrollern ins Hotel (5 min Fußweg). Die nächsten Tage verlaufen ähnlich wie in Kendari, außer dass wir unsere neuen Freunde bisher überhaupt nicht kannten und wir sie zum Essen einladen dürfen. Wir ziehen mit Vivi und ihren Freunden herum und sie zeigen uns alles, was man in Bau Bau so sehen muss, den Strand, den Kaskadenwasserfall, die Festung, die Plätze, an denen man die Sonnenuntergänge anschaut. Wir sind sofort Teil der Gruppe und fühlen uns so gut aufgehoben, das ist einfach nur schön.

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Und trotzdem freuen wir uns jetzt darauf, ein paar Tage wieder alleine unterwegs zu sein, denn so viel Nähe und Versorgung ist doch auch mitunter anstrengend. So zieht es uns nun gefühlt wirklich ans Ende der Welt. Es gibt ja schon wenige Menschen, die auf Anhieb sagen können, wo Südostsulawesi ist. Aber wer kennt denn bitte den Wakatobi Nationalpark und dort die Insel Hoga?

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2 Gedanken zu „Friends will be friends“

  1. Der Countdown läuft, wie schnell dieses Jahr vergangen ist. Da ich ab Montag ein bißchen die Griechen unterstütze, möchte ich Euch jetzt schon eine gute Heimreise wünschen und freue mich auf Eure hofffentlich zahlreichen Erzählungen.

  2. haben eure reise mit spannung verfolgt, so schnell vergeht 1 jahr-geniesst noch die letzten wochen und einen guten heimflug.

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