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Ich sitz auf einer Parkbank, fühl mich fast wie ein Tourist

Und was entdeckt so ein Tourist, wenn er durch eine schwäbisch-hällische Kleinstadt bummelt?
Hier gibt es doch tatsächlich extra Plätze für Kinder zum Spielen. Aber man sieht Kinder auch nur auf diesen Plätzen. Sonst sieht man sie nicht. Überhaupt sieht man so wenig Menschen. Die verstecken sich wohl alle in ihren hübschen Häusern. Dabei ist es hier doch so sauber, da kann man ja von der Straße essen. Vielleicht ist es so sauber, weil so wenige Menschen draußen sind?

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Das Städtchen, in dem wir einen sogenannten homestay gefunden haben, ist sehr schick. Ganz anders als in den großen Megastädten, die wir in den letzten Monaten gesehen haben, ist es hier irgendwie so putzig, mit hübschen, alten Häuschen, Kopfsteinpflaster, schönen Kirchen und Plätzen. A propos alt: alte Menschen gibt es hier vergleichsweise viele.
Auf dem Weg mit dem Zug in ein noch kleineres Städtchen im Fränkischen, grünt und blüht die Landschaft in wunderschönen Farben. Sehr hübsch und sehr geordnet. Die Felder sind richtig groß und rechteckig und alles wirkt so aufgeräumt. Die Häuser stehen ordentlich in Reih und Glied mit Gärten ohne Gemüse und wieder ist es so ruhig. Hier dürfen wir auch an einer Begräbniszeremonie teilhaben. Sehr bewegend und traurig.

Zurück im Hällischen besuchen wir den „traditional local market“. Und hier gibt es sooo viele leckere Sachen, alles total frisch und hübsch und lecker. Wir decken uns natürlich ein mit leckerem und teurem Obst und Gemüse. Wir haben großes Glück, denn bei unserem homestay gibt es eine Supernachbarin, die uns so herzlich willkommen heißt, dass wir uns gleich wie zu Hause fühlen. Befremdlich hingegen ist die hiesige Einkaufswelt. Es gibt riesige Supermärkte, in denen einen das Warenangebot erschlägt und völlig überfordert. Zudem sind die Läden hier generell groß, hübsch sortiert und manche wirken fast leer.

Leider ist das Wetter nicht sonderlich sommerlich, so sind wir gezwungen, uns ums Auspacken von Umzugskartons zu kümmern. Das ist ziemlich uncool und ich hätte große Lust, einfach alles wegzuwerfen. So viel Zeugs bedeutet eine ganze Menge Ballast, den ich im letzten Jahr nicht vermisst habe. Seinen Hausstand auf einen Rucksack zu reduzieren, hat was!

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Aber nun ist Schluss mit Ablenkung, die Sachen wollen wieder zurück vom Dachboden in die Wohnung…
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Ein Gedanke zu „Ich sitz auf einer Parkbank, fühl mich fast wie ein Tourist“

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