Special Features

Alleinunterhalter in St. Petersburg

 

Panorama in Tibet

Weihnachten in Lansdowne

 

Hare Krishna in Vrindavan

 

Messerherstellung in Luang Prabang

 

Pi Mai – Neujahr in Laos

 

Drachentänzer in Vietnam

 

Fußballindiaka in Phnom Penh

 

Szene 1:
Zugfahrt Stuttgart – Hamburg
Ute döst, Mann mit Akzent steigt am Frankfurter Bahnhof ein und ruft: „Können Sie mir helfen? Mir fehlen noch 7 Euro für eine Fahrkarte nach Kassel!“ Olis Helfergen springt an und gibt ihm zwei Euro. Innerhalb von zwei Minuten hat der arme Kerl seine sieben Euro und springt aus dem Zug, der seltsamerweise ohne ihn Richtung Kassel weiter fuhr.

Szene 2:
Nachtzug von St. Petersburg nach Moskau. Die weiblichen Mitreisenden äußern sich erstaunt über die günstigen Softdrinks. Mann mit Getränkekorb kommt vorbei. Oli bekommt ein Bier – für 400 Rubel ( ca. 8,50 Euro). Ein absolut hochklassiges und exquisites Getränk.

Szene 3:
Markt in Irkutsk. Oma sitzt hinter ihren 8 Tomaten. Oli und Ute wollen vier haben. Sie zieht diese mit an einen anderen Stand zur Waage,  meint, sie sollen ein Kilo haben – das schwache Nein der beiden ignoriert sie und knöpft ihnen dafür ungefähr 5 Euro ab, der nächste Goldzahn lässt nicht mehr lange auf sich warten.

Szene 4:
Weg (Pfad am Baikalsee entlang, an dieser Stelle ca. 1 m breit, nicht direkt an der Steilküste). Unten am Ufer eine Sandbank auf der zwei Menschen liegen, die Oli und Ute hinterher schauen. Ute winkt,  Frau winkt zurück, Ute freut sich, winkt weiter und findet sich im selben Moment mit einem „Ups“ flach liegend auf dem Boden wieder -ihr Fuß hatte beschlossen unter einem Stein zu bleiben.

Szene 5:
Wir finden eine gemütliche Bar, die auch Essen anbietet, im Jiuzhaigu Nationalpark. Leider versteht uns das Personal nicht und wir das Personal genauso gut. Als „englische Speisekarte“ gibt es einen kleinen Notizblock, auf dem ein paar Gerichte notiert sind, natürlich nichts Vegetarisches. Wir versuchen es also wieder mit Händen und Füßen und bestellen zwei Sachen. Wir werden hin und wieder etwas gefragt, wie: wollt ihr Brot dazu; für Ute 2 Gemüsesorten anstatt Fleisch? Wir bejahen natürlich. Im Endeffekt bekommen wir unsere beiden bestelllten Gerichte (beide mit Fleisch), extra Gemüse, extra Brot und einen Extrateller mit kaltem Braten. Wie nett, denken wir, bis wir die Rechnung bekommen. Natürlich zahlen wir für alles Bestellte und alles Nichtbestellte. Ein teurer Abend!

Szene 6:
Wir sind in Mengzi, fast niemand spricht Englisch. Auch nicht in unserem Hotel. Oli geht zum Theater spielen über und kommt mit imaginären Blinklicht auf dem Kopf und „tatütata“ zur Tür rein und gibt dem Portier den Stadtplan, den er dann mir geben soll. Was wollte er sagen? Belohnt wird das Ganze mit viel verständnislosem Gelächter.
Am Abend gab es an der Rezeption dann google (!) Übersetzer auf dem PC. Soviel zu Olis Schauspielkünsten.

Szene 7:
Wir halten ein Taxi an, dass uns zum Bahnhof bringen soll. Macht er auch für 70 RMB (knapp 9 €), wollen wir nicht und verweisen auf den Taxometer und dass der Bahnhof ja schließlich fast um die Ecke ist. Er fährt uns brav mit Taxometer zu der von uns gewünschten Stelle, direkt auf das Bahngleis des stillgelegten Bahnhofes – und fährt uns dann schließlich doch für 70 zum weit außerhalb gelegenen Bahnhof und lässt es sich nicht nehmen zu betonen, dass er es doch gleich gesagt hat. Ermuntert uns dann los zu rennen, auch die hiesigen Standbetreiber amüsiert unser Anblick und sie feuern uns an. Trotzdem ist mit Gepäck rennen ‚ne doofe Idee. Auch, dass die am Sicherheitscheck meinen, wir hätten Messer im Gepäck. Wir haben doch keine Zeit. Schaffen es aber dann irgendwie mit schmerzenden Lungen in den Zug und in den richtigen Waggon, der natürlich ganz am anderen Ende steht.

Szene 8:
Verfolgung durch geheime Geheimagenten. In Kunming sprechen uns vor dem Hostel die beiden Chinesen aus unserem Zimmer an, hat irgendwas mit Essen zu tun. Ihr Englisch ist wenig besser als Utes Chinesisch. Letztendlich bleiben sie an uns hängen, warum wissen wir nicht. Wir gehen gemeinsam Essen, fragen mögen sie nicht so beantworten. Uns kommt langsam der Verdacht, dass sie von der Regierung auf uns angesetzt sind, um zu überprüfen, ob wir die bei der Visumsverlängerung angegebene Reiseroute verfolgen. Am naechsten Morgen haengt ein Zettel an Utes Rucksack, aufdem sie uns mitteilen wo sie hingehen und eine EMailadresse….. Am Abend tauchen sie wieder auf, obwohl sie doch mit dem Zug nach Dali wollten…..

Szene 9, ein Antrag zur Erteilung eines Antragsformulars:
Ziel des Spiels: Päckchen im general post office von Kathmandu abholen. Mitspieler: 11 oder mehr.
Schritt 1: Zimmer Nr. 29 finden, befindet sich hinter der Post
Schritt 2: Nette Begrüßung der beiden am Schreibtisch in einem großen, weitgehend leeren Raum, dann in Schnellhefter nachschauen, ob wir drinnstehen – tun wir nicht.
Schritt 3: In den Raum links hinter dem Schreibtisch gehen und mit dem Mann dort sprechen. Leider haben wir den Brief nicht, den man benötigt, um das Päckchen zu holen. Zudem ist es unter Tibet Peace Guesthouse registriert und das sind wir offensichtlich nicht. Ohne Brief kein Päckchen, Vorschrift ist Vorschrift.
Schritt 4: Mann überzeugen, dass Utes Name auf dem Paket steht und wir den weiten Weg hier her gekommen sind. Funktioniert. Das Päckchen kommt, der Name steht drauf, Vergleich mit dem Reisepass, und es wird wieder weggetragen. Dann kommt es wieder und geht wieder.
Schritt 5: Der nette Mann macht eine Kopie des Briefes, den wir zur Abholung brauchen, und mit dem gehen wir zurück zum Schreibtisch in Raum 29. Dort auf der Rückseite des Briefes unterschreiben.
Schritt 6: Damit zum Schreibtisch in Raum 30, dort rosa Formular ausfüllen, 20 Rupee bezahlen.
Schritt 7: Damit zu Schreibtisch Nr. 29 gehen, Päckchen wird gebracht.
Schritt 8: Zu Mann in Raum 31gehen, ihn mitnehmen und mit ihm zur Packetinnhaltskontrolle zurück zu Schreibtisch Nr. 29
Schritt 9: Päckchen öffnen zur allgemeinen Freude. Inhalt Foods and boots. Päckchen verschwindet unterm Tisch.
Schritt 10: Mit Mann in Raum 31 zurück, stellt Berechnung an, was wir bezahlen müssen.
Schritt 11: zum Zahlschalter, Raum 32, 285 Rupee bezahlen.
Schritt 12: Zum Schreibtisch Nr. 30, rosa Formular stempeln lassen.
Schritt 13: Zurück zu Schreibtisch Nr 29, in Buch unterschreiben, 10 Rupee bezahlen.
Schritt 14: Päckchen bekommen und mit den beiden am Schreibtisch Schokolade teilen!
So einfach und unkompliziert funktioniert die Post in Nepal!

Szene 10:
Oli und Ute spazieren am Begnas See entlang. Platsch! Ute befindet sich eine Etage tiefer und steht mit einem Bein bis zum Oberschenkel im Wasser. Wo kam denn das Loch im Boden her, Hans-kuck-in-die-Luft?

Szene 11:
Ankunft in Delhi, haben keine Rückmeldung unseres Hostels bezüglich unserer Anfrage für ein Bett. Wollen dort direkt vorbei, falls es dort nichts hat, gibt es 100m weiter ein anderes Hostel. Auf der Suche gelangen wir in Indienfalle Nr.1:
Ute fragt extra bei einer Frau, bei einem Restaurant, nach dem Weg. Ein Mann kommt vorbei und zeigt uns die government tourist information. Wir telefonieren von dort aus. Hostel Nr.1 ist ausgebucht, Nr. 2 und 3 auch. Mittlerweile ist es dunkel. Bekommen von dem netten Herren ein Hotel angeboten, was deutlich über unserer Preisklasse liegt, aber alles ist ausgebucht – high season, you know?! Also schlagen wir zu, sehen wohl sehr bemitleidenswert aus und da wir nicht mal handeln, gibt’s das Frühstück inklusive. Verzichten auf das angebote Taxi und steigen in die Metro.
Im Hotel genießen wir den Luxus: Room Service, saubere Betten, kaltes Bier, heißes Wasser, Schaumbad!
Am nächsten Tag suchen wir Hostel Nr 1. Dieses wird gerade renoviert, ist also geschlossen……. Mit wem haben wir wohl gestern telefoniert?????

Szene 12:
Sind auf dem Weg zum Touristticketschalter im Bahnhof. Haben hierfür eine genaue Beschreibung vom richtigen offiziellen Touristoffice bekommen. Am Eingangstor 100m vor dem Bahnhofsgebäude werden wir von einer Gruppe Männer angehalten: Ticketkontrolle. Ute läuft weiter und ignoriert die Männer. Oli bleibt stehen, denn die arbeiten doch da und müssen es doch wissen…. Ein Mann erklärt uns, dass wir da nicht lang können, sondern wo anders hin müssen. Ute argumentiert aufgebracht und sehr lautstark und weist auf das große Schild hin, was genau das Gegenteil zeigt. Aber „Mann“ glaubt lieber einem „offiziellen“ Bahmitarbeiter im Canadapulli. Oli trottet brav hinterher und Ute schimpft wie ein Rohrspatz. Dies scheint dem netten Mann nicht ganz geheuer zu sein und er verabschiedet sich. 2 Minuten später sind wir wieder am selben Ort und können ohne Ticketkontrolle weiter gehen.

Szene 13:
Da Indien an sich noch nicht aufregend genug ist, bringen wir noch etwas mehr Spannung rein. Die Reisegruppe Dani, Doro, Oli und Ute stehen vollbepackt am Bahnsteig. Sie haben keine Platzreservierung und versuchen in einem vollen Waggon einen Platz zu bekommen. Fehlanzeige. Sie beschließen auf die Gefahr hin, dass der Zug losfährt, außen entlang noch einen Waggon nach hinten zu gehen. Leider geht der Plan nicht auf. Der Zug fährt los. Immer noch vollbepackt steht die Reisegruppe am Bahnhof. In indischen Zügen sind die Türen eigentlich offen, aber voll gestopft mit Menschen. Oli schwingt sich als Erster in die nächste Türe. Dann erwischt Dani eine. Ute versucht, eine Türe zu öffnen, leider ohne Erfolg. Sie bleibt stehen und nimmt die Nächste. Dadurch checkt sie Doro weg, begleitet mit einem „nimm die Nächste!“ Doro, als alte Indienerfahrene, nimmt die Herausforderung locker und springt – immer noch voll bepackt – in den mittlerweile schnell fahrenden Zug.

Szene 14:
Wir schlendern durch Vrindavan. Im Reiseführer steht, dass es hier sehr dreiste Affen gibt. Ute behält diese Info für sich, da sie davon ausgeht, dass die Reisegruppe ihr eh nicht glaubt. Ihr Wissen über die Tierwelt wird dort generell mit viel Eifer angezweifelt. Ein Affe erscheint aus dem Nichts, klettert blitzschnell an Oli hoch und zieht ihm die Brille von der Nase. Er verschwindet damit auf den nächsten Dachvorsprung und knabbert genüsslich an der Sehhilfe. Drei geschäftstüchtige Jungs bieten ihre Hilfe an. Der Affe lässt sich mit einem Trinkerle und Erdnüssen, die die Jungs nach ihm werfen, bestechen und lässt sie auf das Dach fallen. Zum Glück kommt der nächste Affe und schnappt sich die Brille. Auch dieser lässt sich bestechen und lässt das von Oli so ersehnte Objekt los. Dieses segelt Richtung Boden, wo sie von einem Helfer vorsichtig gefangen und für schlappe 300 Rupien an den Besitzer ausgehändigt wird. Das ist die indische Hilfsbereitschaft.

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Szene 15:
Ute möchte einen neuen Ordner in ihrer Kamera anlegen. Da das ja so einfach und schnell geht drückt sie nur zweimal auf eine Taste und formartiert damit die Speicherkarte. Zum Glück sind schon fast alle Bilder gesichert, nur die der letzten zwei Wochen fehlen…..

Szene 16:
Oli und Ute kommen nach einer anstrengenden Nachtbusfahrt total übermüdet in Hanoi an. Es regnet, der Himmel ist wolkenverhangen und es ist empfindlich kühl. Sie sind mit Seba am Busbahnhof verabredet, um weiter in die BaiTu Long Bucht zu fahren – leider nicht an diesem Busbahnhof. Da sie schon verpätet sind, nehmen sie ein Taxi, das sie zum etwa 2 Kilometer entferntenTreffpunkt bringen soll. Der freundliche „Taxivermittler“ hilft dabei, die Rucksäcke einzuladen. Die beiden Fahrgäste bestehen darauf, den Taxometer einzuschalten. Aus Saigon wissen sie, dass der Kilometer etwa 12000 Dong (also etwa 50 Cent) kostet. Was kann da schon schief gehen?
Sie nehmen auf der Rückbank Platz, da ein Rucksack auf dem Beifahrersitz liegt. Er verdeckt die Sicht auf den Taxometer, aber was soll schon schief gehen, es sind ja nur zwei Kilometer…
Beim Aussteigen nehmen sie ihre Rucksäcke, Seba ist schon in Sicht, sie winken einander zu. Der Taxifahrer zeigt auf den Taxometer, der anzeigt, dass sie 2,34 Kilometer gefahren sind. Darunter der zu zahlende Betrag: 354.000 Dong!!! (also 15 Euro)
Alles Protestieren, an sein Gewissen appellieren hilft nichts, er meint nur „Citytarif“ und die beiden bezahlen die teuerste Taxifahrt ihrer Reise.

Szene 17:
Ankunft in Phnom Penh. Direkt gegenüber vom Guesthouse ist ein neuer ATM und Ute will Geld holen. Sie gibt alles ein und der Automat versucht am Ende, vor der Ausgabe des Geldes, die Karte wieder auzuspucken. Leider schafft er es nicht und die Karte wird einbehalten. Liegt vermutlich daran, dass die Karte schon etwas gebraucht ist, nachdem irgendjemand eine heiße Flasche darauf gestellt hatte…. Da Samstag ist spielt Ute bis Montagnachmittag das Spiel „gib mir die Karte zurück“. Hierfür telefoniert sie mit vielen freundlichen Service Mitarbeitern, die alle beteuern, zurück zu rufen, was sie aber nicht immer tun. Am Montag verbringt sie daher viel Zeit mit warten, bis schließlich der Anruf kommt, sie könne ihre Karte holen. Es ist Viertel vor vier und um vier uhr schließt die Bank…. Also aufs nächstbeste Mototaxi hüpfen, dem Fahrer den Weg zeigen, denn der hatte keine Ahnung, in die bereits geschlossene Bank stürmen (Türe war noch offen da noch die letzten Kunden raus mussten), Leute bequatschen, dass sie doch noch rein kann und nach Pass und Unterschriftenkontrolle endlich wieder die Kreditkarte bekommen. Spiel gewonnen!

Szene 18:
Rolf, Olis Papa, meldet sich bei Doro, unserer Nachbarin, Mangerin, Zuhause-wohlfühl-Macherin, und fragt nach den Fahrzeugpapieren. Er möchte gerne unser Auto anmelden, bevor wir zurück sind und dieses aus Nassig, Wertheim, holen und uns vor die Türe stellen. Guter Gedanke. Problem: Olis Logik. Dieser ist der festen Überzeugung, dass die Papiere bei den Kennzeichen liegen, was logisch wäre. Ute sagt: irgendein Karton irgendwo auf dem Dachboden. Bei den Kennzeichen sind sie aber nicht, auch nicht in einer Schublade mit Betriebsanleitungen (warum auch immer man da Fahrzeugunterlagen hintut). Ute sagt: irgendein Karton, irgendwo auf der Bühne. Doro und Oli zermartern sich das Hirn, wo die Unterlagen noch sein könnten. Kein Ergebnis. Nächtlicher Geistesblitz Oli. Es liegt ein Regalbrett im Schrank, bestimmt da drunter. Fehlanzeige, kein Doppelterboden, nur im Kleiderschrank und wer versteckt da schon Fahrzeugsachen? Ute sagt: irgendwo auf der Bühne, irgendein Karton. Die Beiden sind wieder zurück, Oli sucht selbst an den favorisierten Orten – Nichts. Letztendlich findet er sie, in irgendeinem Karton, irgendwo auf der Bühne.

Szene 19:
Gehört eigentlich nicht mehr hier her, ist aber so schön und gehört zum wieder-Ankommen in Deutschland:
Ziel: Einweihungsparty in Bergisch-Gladbach. Da wir länger in diesem Land bleiben, haben wir wieder ein eigenes, mittlerweile rechtmäßig zugelassenes Fahrzeug. Da es das heißeste Wochenende des Jahres werden soll und das Fahrzeug 1 Jahr stand, lässt Oli es extra durchchecken und die Klimaanlage wieder in Stand setzen. Unsere fünfköpfige Reisegruppe dürstet unterwegs nach Wasser am Körper, was nicht aus Eigenproduktion stammt, und anderen Erfrischungen. 12.53 Uhr: in Pfungstadt runter von der Autobahn und an den Riedsee. Die Insassen jammern über Hitze, Klima vollpower – nach 1min schaltet sich das Gebläse selbst eine Stufe runter.
12.56 Uhr: rote Warnlampe STOP. Handbuchinfo: Motor überhitzt. Anhalten, runterkühlen lassen, Werkstatt.
12.58 Uhr: Schattige Ecke unterm Ahornbaum, der eigentlich ne Eiche sein will. Warten.
13.07 Uhr: Plan – zum See fahren und dort den ADAC rufen. Auto springt an, Fensterheber funktionieren nicht, Auto hat keine Leistung mehr.
13.14 Uhr: ADAC anrufen, Handtücher im Schatten ausbreiten, Stullen essen. Noch genießen, dass die Getränke gekühlt sind.
13.24 Uhr: Telefonat mit ADAC läuft noch. Die Dame hat auf ihrer Karte keine Kreisstraßen verzeichnet, GPS Daten können auch nicht verarbeitet werden.
13.57 Uhr: Der gelbe Engel kommt. Kurze Diagnose (Keilriemen oder Lichtmaschine, oder so). Dann aber Hinweis auf Mängel, die man doch sehen muss, was für ne grottige Werkstatt wir doch haben, so was muss man doch sehen!

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14.17 Uhr: Der gelbe Engel kann seine Infos endlich an den ADAC weitergeben, auch er hat keine direkte Nummer und hängt in der Warteschleife. Findet er aber ganz gut. Hat um 15 Uhr Feierabend und will eigentlich keinen neuen Auftrag.
14.20 Uhr: der gelbe Engel fährt davon
14.21 Uhr: die Geier kreisen über uns, manche sagen auch Störche dazu.
15.06 Uhr: Anruf von Hertz, sie haben nur Kleinwagen, den Nächsten in Worms. Wir lehenen Dankend ab.
15.09 Uhr: Der Abschleppwagen kommt. Hat zwei Sitzplätze in der klimatisierten Fahrerkabine, die natürlich den Damen vorbehalten sind. Anschnallen ist überbewertet. Dafür fährt er auch zur Tankstelle, um unseren Flüssigkeitsmangel zu beheben und der Unterhopfung vorzubeugen. Ach ja, weiß jemand, ob, wenn man im Auto auf dem Abschlepper sitzt, man sich anschnallen muss?
15.43 Uhr: Versuch den ADAC wieder zu erreichen bzgl. aktuellem Stand Mietwagen. Warteschleifenmusik ist beruhigend und das Industriegebiet in Pfungstadt pittoresque.

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16.01 Uhr: Ein Mitarbeiter! Der Auftrag ging um 15 Uhr an Sixt, bitte bleiben sie dran – aufgelegt
16.26 Uhr: Rückruf, Sixt arbeitet noch an dem Auftrag
16.34 Uhr: Anruf Sixt, sie haben jetzt einen Transporter mit Ladepritsche für uns gefunden – wir können nur in schallendes Gelächter ausbrechen, was die Dame in der Leitung nicht teilen kann.
Sie hat dann einen Siebensitzer für uns in Darmstadt.
16.42 Uhr: ordern eines Taxis. Rückruf, sie haben ein Auto, aber ohne Klimaanlage. Auch egal. Fahrzeug kommt, Ute sitzt vorne und kann weder Taxometer noch sonstige Taxianzeichen erkennen. Fahrpreis? Hat mein Chef nix gesagt? Ich frag nachher nach! Rechnung? Wird geschickt….
16.59 Uhr: Sixt Niederlassung gefunden.
17.13 Uhr: Auto steht auf dem Parkplatz hinterm Haus – Fehlanzeige. Dann in der Tiefgarage – schwärmen aus – Fehlanzeige.
Verleiher wird unsicher, gibt noch eine Möglichkeit – Bingo!
17.47 Uhr: Sitzen alle im neun Sitzer, Klimatisierung bei Fahrer und Beifahrer top. Boxen super, Stimmung bestens.
20.00 Uhr: Ankunft Bergisch-Gladbach!

Szene 20:
Mittlerweile sind wir seit sieben Wochen wieder hier. Es haben sich die Top 4 der „kann ich nicht mehr hören“ Fragen herauskristallisiert:
1. Und, habt ihr euch wieder eingelebt?
2. Seid ihr wieder da?
3. Wie war’s?
4. Wo war es am schönsten?

Top 3 der besten/kreativsten Fragen:
1. Was war am Ende noch in eurem Rucksack, was schon am Anfang drinn war?
2. Was werdet ihr hier von eurer Reise vermissen?
3. Wie war’s Wetter?

5 Gedanken zu „Special Features“

  1. Liebe Ute, lieber Oli,
    ich bewundere eure Leistung und euren Mut auf dem Asientripp. Vielen Dank für die guten und humorvollen Reiseberichte. Ich wünsche euch viel Glück, Freude und Spass auf euren weiteren „Pfaden“.

    Bis zum nächsten Jahr .

    Es grüßen aus dem schönen Nassig

    Annerose & Dieter

  2. Die Szene mit dem Stein gefällt mir am meisten. Ich weiß dank euch beiden jetzt wie ich ein humorvolles, geniales Theaterstück auf die Beine stelle. Vielen dank für das Drehbuch.:)

  3. Lieber Oli, Liebe Ute,

    Super Seite und ich lieb die Stelle aus Asterix und Obelix mit dem Fomular, echt super.
    Wir wünschen euch ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Liebe Grüße Ollie und Tanja

  4. Hallo Ihr Lieben,
    wir verfolgen immer wieder Eure Reiseberichte und finden
    alles ungeheuer spannend und von Euch sehr mutig. Wenn
    Ihr zurück seit, gibt dies bestimmt ein gutes Buch.
    Wir beide wünschen Euch eine gute Weiterreise, noch viele
    interessante Erlebnisse und ein gesundes Neues Jahr 2015
    mit einer glücklichen Heimkehr. (Das kühle Bier und das
    Schaumbad warten!!)
    Liebe Grüße von Christa und Klaus

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