Alle Beiträge von Oli

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In the summertime

…when the weather is hot, schwitzen wir schon beim Nichtstun (haben gerade bis zu 38 Grad). Also können wir uns auch gleich ein bisschen bewegen.

Die letzten etwa 120 Kilometer am Nam Ou Fluss legen wir größtenteils mal wieder mit dem Kanu zurück, diesmal mit einem 2-Personen-Kajak und mit Guide (der gerne Geschichten über Todesfälle von Touristen erzählt). Die Landschaft ist fantastisch, denn in dieser Region ragen Karststeinberge steil empor und wir paddeln auf dem Fluss mitten hindurch. Ein bisschen schweißtreibender wird die Fahrt noch dadurch, dass gerade die Zeit ist, in der die Laoten ihre Felder abbrennen oder durch Brandrodung neue Felder gewinnen. Die Hitze der Feuer staut sich in den Tälern, die Sonne scheint nur milchig durch den Rauch und ein Ascheregen begleitet uns während der Tour.

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Natürlich gehen wir auch mal wieder Baden, wir sind ein bisschen zu mutig in einer Stromschnelle. Dieses Mal ist aber alles sehr gut und wasserdicht verpackt!!! Kurz vor Luang Prabang erreichen wir den Mekong, der uns mit einer heftigen Strömung und vielen Strudeln ziemlich ruppig empfängt, aber immerhin müssen wir nicht mehr soviel paddeln, bei dieser Fließgeschwindigkeit.

In Luang Prabang entdecken wir die Backstreet Academy, die interessierte Touris (also uns) zu Einheimischen vermittelt, die ihnen etwas von ihrem Können beibringen. Und so lernen wir vom Schmied, wie man aus alten LKW-Federn Messer schmiedet. Sauanstrengend, mit dem dicken Hammer immer auf den Stahl einzuhauen!
Außerdem können wir nun Reiswein herstellen. Haben wir in einem anderen Dorf von einer Khmer-Familie gelernt – Prost!

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Und wir besuchen Bigbrother-Mouse. Nein, das ist keine Reality-Show mit Nagetieren, sondern ein Projekt, das laotische Kinder fürs Lesen begeistern will. Da es bisher keine laotischen Kinderbücher gab, hat das Projekt Menschen gesucht, die Kindergeschichten kannten und sie angeleitet, diese Geschichten aufzuschreiben. Dadurch gibt es nun schon einige junge, laotische Schriftsteller, Cartoonisten, … und eben viele Bücher für Kinder. Ein sehr beeindruckendes Projekt, das nun Touren in Dörfer macht, und dort zu Lesepartys für Kinder einlädt und Bücher verteilt. Bei mehr Interesse kann man sich unter www.bigbrothermouse.com informieren.

Außerdem folgen wir dem Tipp eines jungen Briten, der uns freudestrahlend von einem Mahout-Training-Day erzählt hat. Also melden wir uns dazu an, einen Tag mit Elefanten zu verbringen. Wir freuen uns schon total darauf, in Kontakt mit diesen beeindruckenden Tieren zu kommen, sie zu füttern, über sie zu lernen, sie zu baden und abzuschrubben, ein paar Kommandos zu erlernen, um sie zu kontrollieren und kommen freudig und gespannt beim Elephantcamp an. Und dort erleben wir… nichts davon, was wir uns vorgestellt haben! Wir werden auf den Elefanten gesetzt, reiten eine Runde durch den Wald. Dann „lernen“ wir fünf Befehle, wie wir den Elefanten steuern und reiten nochmal die gleiche Runde durch den Wald. Die Befehle brauchen wir natürlich nicht, der Elefant läuft sowieso jeden Tag mehrmals genau den gleichen Weg. Dann gehen wir auf den Elefanten baden. Die Elefanten haben eigentlich keine große Lust dazu, aber es gehört ja zum Programm. Im Wasser springen die Mahouts den Elefanten auf dem Rücken rum, damit sie mit uns untertauchen – das zweifelhafte Highlight des Trainings. Zum Glück ist diese Erfahrung kurz danach auch vorbei. Wir bringen die Elefanten zurück in den Wald, dort werden sie wieder angekettet und wir fahren nach Hause. Für die Elefanten ist der Arbeitstag vorbei und am nächsten Tag passiert wieder das gleiche. Hinterher müssen wir uns eingestehen, dass wir doch etwas naive Vorstellungen von dem Elefantentraining hatten. Wir haben ein sehr realistisches Bild gesehen, wie hier auf dem Rücken der Tiere und ihrer Mahouts eine Menge Geld gemacht wird – mit so Leuten wie uns!

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Seit Luang Prabang sind wir auf der Traveller-Hauptroute durch Laos und spätestens einen Ort weiter, in Vang Vieng, ist mal wieder Fremdschämen für westliche Touristen dran. Es ist immer wieder erschreckend, wie naiv und gleichgültig sich Touristen benehmen! Ohne Respekt vor den Sitten und Regeln des bereisten Landes, feiern sich die Westler durch die Welt. Da fehlen einem die Worte. In allen Reiseführern, in Hotels und Guesthouses, überall wird darauf hingewiesen, dass man sich in Laos als Frau nicht zu knapp bekleidet zeigen sollte. Dies gilt als unhöflich und respektlos. Aber was kümmert das schon die Partymäuschen aus dem Westen. Schließlich wollen sie doch möglichst nahtlos gebräunt nach Hause kommen und sich den begattungsfreudigen Männchen ordentlich sexy präsentieren. Und die hormonüberfluteten Westlerjungs müssen sich natürlich richtig viel Mut ansaufen, um die Mädels zu beeindrucken. Awesome, you know! Zum Glück haben wir zum übernachten eine Farm gefunden, die außerhalb des Partyortes liegt. Und hier gibt es fantastisches Essen aus eigenem Anbau, unter anderem Ziegenkäse und alles Mögliche aus Maulbeeren – wie lecker!

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Der Minibus – in Laos gibt es leider keine Züge – bringt uns nach Vientiane, in die Hauptstadt. Denn da wir bisher im Norden so getrödelt haben, müssen wir unser Visum verlängern, und das geht am besten hier. Und Vientiane präsentiert sich hübscher, als erwartet. Mit vielen buddhistischen Tempeln und Klöstern liegt es am Mekong, der die natürliche Grenze zu Thailand bildet. Und die Stadt versprüht aufgrund der Kolonialzeit französischen Charme, durch kleine Cafés und leckere Restaurants. Abends wird die Hauptstraße gesperrt, damit die Bewohner sie zu sportlichen Aktivitäten nutzen können. Und so hat man das Gefühl, die ganze Stadt trifft sich zum Walken, Joggen, Schattenboxen und um den Sonnenuntergang anzuschauen. Außerdem gibt es einen Nachtmarkt, auf dem wir das eine oder andere Schnäppchen machen.

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Für uns steht nun mal wieder eine längere Busfahrt an, denn wir „überspringen“ Zentrallaos und fahren direkt in den Süden nach Pakse. Zum Trekking in Zentrallaos ist es einfach zu heiß. 36 Grad und es wird noch heißer…
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Heute hier, morgen dort

Gerade sitzen wir noch in Hanoi und lassen die Eindrücke der vietnamesischen Hauptstadt auf uns wirken, einen Tag später sitzen wir in einem verschlafenen Dörfchen in Laos und beobachten, wie der Fluss friedlich an unserer Hütte vorbeifließt. Dazwischen liegen 24 Stunden abenteuerliche Reise (die Bilder und Special Features sind auch aktualisiert).

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Wir wurden ja vor den ganz besonderen Busreisen in Südostasien gewarnt, wir wollten es ja trotzdem selbst erleben, wir wollten es ja nicht anders – selber schuld! Der Sleeperbus von Hanoi nach Dien Bien war eigentlich sehr komfortabel, er hatte sogar Wifi. Lediglich die Tatsache, dass er gleichzeitig als Möbeltransporter benutzt wurde, war gewöhnungsbedürftig. So lagen hinter uns eben keine Menschen, sondern eine Sofakombination und diverse Schränkchen. Beim morgendlichen Umsteigen in den Bus, der uns über die Grenze nach Muang Khua bringen sollte, erwischte es uns dafür umso härter. Wir waren die Ersten im Bus, suchten uns also schöne Plätze aus, schön weit vorne, damit es Ute nicht schlecht würde. Wir warteten und warteten, der Bus füllte sich mehr und mehr. Die ersten Transportgüter wurden im Innenraum deponiert, die ersten Passagiere fanden keinen Sitzplatz mehr. Mittlerweile waren etwa 40 Personen im 28-Sitzer-Bus. Dann fragte der Fahrer, wohin die Gäste denn wollten. Lediglich drei Personen (neben uns noch ein Schweizer mit gebrochenem Finger und Zehen) wollten nach Muang Khua, was ungefähr 9 Stunden Fahrt bedeutete. Der Rest wollte nach Luang Prabang, weitere 5 Stunden Fahrt. Der Fahrer bedeutete uns, auszusteigen, wir gehorchten. Blöder Fehler! Als etwa 50 Personen im Bus waren, durften wir auch wieder rein. Wer braucht bei 9 Stunden Fahrt schon einen Sitzplatz! Los ging die kuschelige Fahrt. Auf den etwa zehnten Hinweis von Fahrgästen und Passanten, befand auch der Fahrer, dass sein Vorderreifen kaputt war. Wir suchten also noch kurzerhand eine Werkstatt auf, die den Reifen irgendwie wieder richtete. Endlich hatten wir auch die Maximalkapazität des Busses erreicht – 57 Personen und einige Tonnen Gepäck!

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An der Grenze nach 4 Stunden Reisezeit durften wir zum ersten Mal aussteigen, wie herrlich. Vietnam verließen wir noch vor der Mittagspause, am laotischen Grenzposten kamen wir leider erst um kurz nach zwölf an – also machten wir eben auch wie die Grenzbeamten bis um eins Pause, immerhin nicht im Bus! Dann gab es einen Crashkurs in laotischer Gebührenordnung. Man bezahle zunächst die Visumsgebühr, dann die Visumsbearbeitungsgebühr, dann die Tourismusabgabegebühr, dann die Stempelgebühr. Dafür gehe man zu vier verschiedenen Beamten an vier verschiedenen Fenstern. Zum Schluss hat man seinen Pass wieder und irgendwie den Eindruck, ein wenig abgezockt worden zu sein.
Die nächsten Stunden vergingen, erneut stehend, nun bei Mittagshitze, auch irgendwie und für die letzten zwei Stunden gab es endlich Sitzplätze!
Doch als Belohnung sind wir nun so richtig in Laos angekommen. Die Dörfchen Muong Khua, Muong Ngoi und Nong Khiaw sind unsere Heimat in den nächsten zehn Tagen und wir müssen echt aufpassen, dass wir hier nicht hängen bleiben. So entspannt, so wunderschön am Nam Ou Fluss gelegen, ziehen sie uns voll in ihren Bann.

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Unsere Hauptbeschäftigungen sind: essen, in der Hängematte oder in einer Bar rumliegen, im Fluss abkühlen und den Dorfbewohnern am Fluss beim Arbeiten oder den Wasserbüffeln beim Baden zusehen. Wobei wir uns auch mal aufraffen, das Hinterland zu Fuß oder mit den Rädern zu erkunden. Doch auch in dieser wunderschönen Landschaft bei freundlichen Menschen um uns herum, zeigen sich die Überbleibsel des Krieges. In den Dörfern werden die Bombenhüllen zur Deko oder als Sitzgelgenheit genutzt – ein komisches Gefühl.
Laos zeigt sich uns bisher als das entspannteste Land unserer Reise. Mal schauen, ob es so bleibt…

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…und übrigens, Seba hat sich trotz unseren Überredungskünsten dafür entschieden, wie geplant nach Deutschland zurück zu kehren – was für eine leichtfertige Entscheidung! Zuvor haben wir jedoch noch Hanoi miteinander entdeckt. Etwas überrascht hat uns die Verschiedenheit von Ho Chi Minh Stadt und Hanoi, das wesentlich weniger westlich geprägt ist. Die Altstadt, die wir unter anderem bei einer megaleckeren Food-on-foot-Tour durchstreift haben, zeigt einen ganz besonderen Charme. In den Straßen und Gassen scheint das Leben seit Jahzehnten im gleichen Rhythmus zu schlagen und es macht großen Spaß, sich hier ein wenig zu verirren.
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Sitting at the dock of the bay

Gastbeitrag von SZ

2 Monate reger WhatsApp Austausch, 4 Wochen auf 2 unterschiedlichen Routen, 10h Sleeping-Bus bzw. ein Flug mit 4h Verspätung sowie ein Taxi für 10 €/km (siehe Special Features, Szene 16) hat es gebraucht, damit die temporäre Reisegruppe zur Bai Tu Long Bucht endlich am 06.03. um 9.00 Uhr am Busbahnhof in Hanoi zusammenfindet.

Erste gemeinsame Entscheidung: Bus statt Frühstück. Gibt ja in 1h schon den ersten Stopp – scheint allerdings nicht ab Fahrtbeginn zu gelten. Cai Rong, Inselstädtchen in der Bucht ist nach 6h Fahrzeit erreicht, sind ja auch 150km. Zudem muss immer eine Getriebereparatur auf der Strecke eingelegt werden.

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Der Ort ist keine Schönheit, eine Unterkunft am Hafen mit Blick auf die wilden Gesteinsinsel birgt jedoch ausreichend Charme. Unsere Wunschlocation zum Abendessen ist schnell vor der Küste ausgemacht. Ein paar Runden lustiges Fingerzeigen mit den Einheimischen verschafft uns dann auch die Fahrt im Ruderboot einer alten Frau. Zuvor beschließt Oli allerdings noch, eine Waschmaschine zu kaufen.

Speisen werden in lokalen Gaststätten selbstverständlich nicht anhand einer Speisekarte, sondern mit einem Käscher ausgewählt. Da man pro kg bezahlt, nehmen wir Riesenkalamar, da ist brutto gleich netto. Zurück zum Festland (nach hitziger Debatte als solches ernannt) geht’s mit dem hauseigenen Boot.

Für den nächsten Tag arrangieren wir dann eine Bootsbesichtigung für eine Buchttour, das Boot ist aber eher ein Fischkutter und der Preis nicht budgetgerecht. Eine Alternative findet sich schnell, Ruderboot mit Frau. 4h rudert uns die zierliche Frau gegen die Strömung durch schwimmende Behausungen und um Inseln. Wir besteigen Aussichtspunkte und besichtigen eine Höhle auf einer Insel, die mal Touristenattraktion werden soll oder sollte (nicht ganz eindeutig) und versuchen uns auch mal am sonderbaren Ruderstil.

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Nächstes Ziel ist Quan Lan, äußerste Insel in der Bucht, die Fähre dorthin geht früh um 7 Uhr, schlafen bis 6.40 Uhr für manche daher selbstverständlich. Die Insellandschaft lässt sich auf der Fahrt nochmal auf ganz andere Weise erkunden und im Morgendunst erscheint Sie zudem in mystischer Atmosphäre. Zeit bleibt zudem darüber zu fachsimpeln, ob wir nun schon auf offenem Meer sind und wie die unterschiedlichen Farben von Wasser zustande kommen bzw. wie man davon auf die Tiefe schließen kann.

Quan Lan, in unseren Köpfen Insel mit kleinen Fischerdörfchen am Strand voller kleiner Restaurants mit Meerblick, ist auf den ersten Blick nichts von alledem. Erscheint eher wie einst als Urlaubsinsel für westliche Touris auserkoren und dann nach ausbleibendem Andrang zum dahinvegetieren verurteilt und von Investoren verlassen.
Unterkunft bietet eigentlich gefühlt jedes 2. Haus,  Essen gibt’s nur vereinzelt und so spielen wir zur Nahrungsaufnahme die nächsten 2 Tage 1, 2 oder 3. Ein Strand mit Muschelsucherinnen und Möglichkeit zur Landart findet sich bei einer kleinen Wanderung schnell und zeigt die rohe Schönheit der Insel auf.

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Eine ausführliche Erkundung der Insel am nächsten Tag führt uns zur scheinbar ausgedienten Verladerampe, an der die hiesigen Seeleute mit 3 rostigen Tankern Einparkmanöver trainieren. Am anderen Ende der Insel treffen wir auf ein Flotte aus Bambus-Styropor-Booten, deren Bestimmung sich erschließt, als wir hinter einem unscheinbaren Haus auf eine Quallen-Schlachterei stoßen. Unmengen von Quallen werden hier in Einzelteile zerlegt und in großen Bottichen verrührt. Nach einer Runde Schnaps und Tee mit dem Vorarbeiter erfahren wir, dass diese wohl zum Verzehr nach China verschifft werden. Voll mit interessanten Eindrücken können wir also am nächsten Tag die Insel Richtung Hanoi wieder verlassen.

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Früh aufstehen gehört zum Inselalltag, denn die Fähre nach Ha Long geht wieder um 7. Lustige Inselomas, die uns mit Frühstück versorgen, später lieber rückwärts vespern und im Gegenzug Wasser einfordern gehören zum Inventar des Bootes und leuten die letzte Etappe der Reisegruppe ein.

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Out of the dark

Die letzten Tage waren geprägt von viel Dunkelheit, sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinn.

Wir fuhren durch die sogenannte Demilitarisierte Zone, die im Vietnamkrieg am stärksten umkämpfte Region. Und hier wird immer wieder sichtbar, was für ein Wahnsinn sich in diesem Land abgespielt hat. Man fährt durch flaches Land mit Reisfeldern und vielen Wasserlöchern. Blöd nur, dass die Wasserlöcher Bombenkrater sind und hier vor dem Einsatz von Napalm und Agent Orange dichter Urwald war.

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Ansonsten gibt es eine große Friedhofsdichte, viel mehr Spätfolgen des Krieges sind zumindest nicht mehr sichtbar. Allerdings lauern unsichtbar noch etwa 8000 Tonnen amerikanischer Bomben, die im Krieg nicht hochgegangen sind. Unter der Erde besuchen wir die Vinh Moc Tunnels, in denen in den Kriegsjahren bis zu 600 Menschen lebten. Unvorstellbar,  wie man es mit so vielen Leuten über Jahre in Dreckhöhlen aushalten kann, in denen man (zumindest mit meiner Größe) fast nie aufrecht stehen kann. Mir reichen schon knapp zwei Stunden unter Tage, um völlig fertig wieder ins Licht zu treten.
Etwas weiter im Norden, im Phong Nha Ke Bang Nationalpark, erkunden wir ganz andere Höhlen. In dieser Region gibt es die längsten und größten Tropfsteinhöhlen der Welt. Manche sind hübsch touristisch erschlossen und illuminiert, eine andere erreichen wir mit einer geführten 2-Tages-Tour nach einem mehrstündigen Marsch durch den Urwald. Dabei durchqueren wir unberührte Landschaft, ein kleines Dörfchen und viele Flüsse in unseren schicken Army-Chucks.

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Wir sind so begeistert von dieser Welt unter Tage, dass wir alles erkunden, was sich in der Zeit und mit unserem Budget erkunden lässt. Die Bildergalerie zeigt ein paar Eindrücke dieser Märchenwelt. So unterschiedlich können die Empfindungen in Höhlen sein, zwischen Beklemmung und Begeisterung. Und immer wieder ist es ein ganz besonderes Gefühl, „into the light“ zu kommen.
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On the road again

Wir haben es geschafft, uns wieder loszureißen und Ho Chi Minh Stadt und vor allem der lieben Verwandtschaft „Tschüß“ zu sagen. Sie haben es uns aber wirklich nicht leicht gemacht!

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Vor unserer Weiterreise haben wir Saigon mit dem Roller erkundet – ein besonders spannendes Abenteuer. Zuerst sollte man alle Verkehrsregeln vergessen, die man je gelernt hat, und einfach das tun, was die anderen auch machen. Wie in den meisten anderen asiatischen Großstädten, stehen hier Ampeln eigentlich nur als bunte Ersatzstraßenlaternen rum. Mit dem Roller fährt man wie in einem Fischschwarm durch die Straßen.  Blöd wird es nur, wenn man den Schwarm verlassen will.

Mit dem Nachtzug sind wir nun in Hoi An, in Zentralvietnam, angekommen. Ein Städtchen, das sich seit fast 200 Jahren nicht mehr verändert hat und deshalb sehr schmuck an der Mündung eines Flusses ins Meer liegt. In der Altstadt herrscht quirliges, vom Tourismus und von der Textilwirtschaft geprägtes Leben – und das auto- und motorradfrei. Ein Traum für alle Rumhäng- und Shoppingbegeisterten! Untermalt wird das Ganze durch sanfte Fahrstuhlmusik, die von jedem Strommasten schallt.

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Wir wohnen in einem kleinen Homestay und leihen uns für zwei Tage einen Roller, um die faszinierenden Marmorberge mit ihren Grotten und Höhlen, sowie heilige Stätten der Cham-Minderheit, aus dem 9.-12. Jahrhundert zu erkunden –> Bilder.
Da wir natürlich mal wieder ein bisschen planlos durch die Gegend fahren, weil wir nicht die große Hauptstraße nehmen möchten, erleben wir die vietnamesische Herzlichkeit eines Mopedfahrers. Als wir am Straßenrand unser GPS-Gerät fragen, wo wir eigentlich gerade sind, hält er an und fragt nach unserem Ziel. Er fordert uns auf, ihm zu folgen und kurz danach heizen wir querfeldein durch Reisfelder, durch ein fast ausgetrocknetes Flussbett, um etwa 15 Minuten später wieder auf eine Straße zu treffen, an der er sich von uns verabschiedet. Ab hier ist der Weg nach My Son, unserem Ziel, nämlich ausgeschildert.

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Unser Weg führt uns nun weiter nach Norden, in den Ke Ban Nationalpark, der voller Höhlen ist, unter anderem gibt es dort die größte Trockenhöhle der Welt. Die müssen wir natürlich erkunden…
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I fahr Daimler

Jetzt sind wir nach einem kurzen Stopover in Hong Kong (siehe Bilder) bei Cousin Dirk in Ho Chi Minh Stadt in Vietnam angekommen. Und ganz standesgemäß werden wir im fetten, schwarzen Daimler abgeholt. So lässt es sich auch Mal ganz entspannt rumfahren, anstelle von Bussen oder Tuktuks.
Es ist richtig schön, nach so langer Zeit in einem richtigen Zuhause zu sein. Wir genießen es, zu kochen, an den Kühlschrank zu gehen und uns zu bedienen, und natürlich den Familienanschluss. Wir werden herzlich empfangen und umsorgt, durch die Stadt gekurvt und uns fehlt es an Nichts. Da kann man sich mit dem Pläne machen schon mal ein bisschen Zeit lassen…
Im Museum der Kriegsverbrechen wird uns schonungslos vor Augen geführt, was dieses Land als Spielball zwischen Kommunismus und Kapitalismus, zwischen Ost und West, erleiden musste und mit welcher Unmenschlichkeit hier Chemiewaffen eingesetzt wurden. Da schnürt es einem den Atem ab.

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Da gerade wegen dem Tet-Fest (Neujahr und Rückkehr des Küchengottes in den Himmel) Ferien in Vietnam sind, folgen wir Dirk und seinen Mädels dorthin, wo der Pfeffer wächst, auf die Insel Phu Quoc für ein paar Tage Familienurlaub. Und da wir uns an Sonne, Strand und Meer in Indien so gut gewöhnt haben, genießen wir dieses Programm auch in Vietnam bei Ausflügen mit dem Roller, Beachvolleyball und Badespaß an Traumstränden.

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Give me a ticket for an aeroplane

Ain’t got time to take the fast train… denn fast trains fahren in Indien mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h.

Da haben wir also unser erstes Flugticket in der Hand. Nach ziemlich genau sieben Monaten unterwegs, etwa 701 Wegstunden und 31.543 km Kilometern in Zügen, Bussen, Autos, Rikschas, Tuktuks, zu Fuß, auf Fähren und im Kanu verlassen wir den Erdboden. Indien hat sich mehr oder weniger als Sackgasse auf unserer Tour herausgestellt. Der Weg in die Länder Südostasiens, die wir noch bereisen wollen, ist so schwierig, zeitaufwändig, möglicherweise unmöglich, sodass wir das Risiko, irgendwo hängen zu bleiben nicht eingehen wollen (Details siehe Reiseroute). Deshalb entschließen wir uns für die einfache Variante, das so ungeliebte Flugzeug. Dafür müssen wir leider wieder in eine Megastadt – Mumbai, die sich allerdings als deutlich entspannter zeigt, als die bisherigen indischen Großstädte. Der Verkehr ist ruhiger, die Hunde sind fett, Kühe fast nicht zu sehen und weniger Müll.

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Wir hüpfen von hier aus zuerst nach Hongkong für einen dreitägigen Stopover und dann weiter nach Ho Chi Minh Stadt, in den Süden Vietnams auf Verwandtschaftsbesuch. Ein bisschen traurig sind wir schon, dass wir jetzt fliegen, freuen uns aber um so mehr, Vietnam, Laos, Kambodia und Indonesien zu erkunden. Weiter geht’s, wir haben ja noch vier Monate Zeit bis wir zum nächsten Mal fliegen müssen, … dann nach Hause … sofern wir ein Schiff nach Indonesien finden…..

Es ist Sommer und es ist heiß

… da ess ich ein Zitroneneis. Oder trink doch lieber einen frischen Mangosaft, oder einen Kokosnussshake, oder einen Papayalassi, oder ess ich einen frischen Fruchtsalat, oder doch lieber einen frischen gegrillten Kingfish, hmmm vielleicht lieber Calamari oder Garnelen? Oder Masala-Dosa mit leckerem Chutney? Ist ja eigentlich egal, alles lecker!!!

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Wir sind nach über sechs Monaten doch tatsächlich am Meer angekommen, genauer gesagt,  am Om-Beach an der Südwestküste Indiens im Staat Karnataka. Hier halten wir uns strikt an die Vorgaben unserer heimischen Tippgeber und befolgen ihre Ratschläge. „Chillen, lecker Essen und Trinken und das Meer, den Strand, springende Delfine und die Sonnenuntergänge genießen“. Wenn wir mal ganz abenteuerlustig sind, spazieren wir über eine Anhöhe und legen uns an den nächsten Strand, den Halfmoon-Beach. Das muss dann aber auch an Aktivitäten reichen. Hier trösten wir uns erfolgreich, dass wir den Winter und das Skifahren in diesem Jahr verpassen.
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Bevor wir am Meer waren, haben wir ein paar Tage Halt in Hampi gemacht. Hier war einst eine große Hauptstadt mit faszinierenden Tempeln und Palästen zu finden, ehe sie geplündert und zerstört wurde. Jetzt ist Hampi ein Dorf inmitten mächtiger Ruinen und zwischen speziellen Steinformationen, die sehr hübsch anzuschauen und zu durchwandern sind – natürlich mal wieder Weltkulturerbe. Mehr Bilder gibts wieder hier. Ein Tempel ist noch belebt, in ihm wohnt unter anderem Laksmi, der Tempelelefant. Wir lernen sie beim Baden im Fluss kennen, was sie an vielen Vormittagen macht und sehr genießt.

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Und wir lernen ihren besten Freund kennen, einen Kanadier, Mitte siebzig. Er hat sich vor elf Jahren in den Elefanten verliebt und kommt seitdem fast jedes Jahr für zwei bis drei Monate hierher, um sich um den Elefanten und die Elefantenhüter zu kümmern. Jetzt ist zum ersten Mal seine Frau dabei, um sich anzusehen, wo ihr Mann die Rente hinträgt. Sie ist sehr stolz auf ihren weißen Mahud, der den Touristen alles über Laksmi erzählt und Geld für Futter sammelt. Echt witzig!
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Es fährt kein Zug nach Eierbach

…es fährt kein Zug, ich werde schwach … und ein Auto kostet zuviel und braucht 10 bis 12 Stunden. Daher akzeptieren wir es, dass wir nicht nach Varanasi sollen. Aber wir sind ja jung und flexibel und so schmieden wir einen neuen Plan – auf nach Vrindavan!

Hier ist DAS Zentrum der Hare Krishna Bewegung und so landen wir im Hotel Ananda Krishna, Hare Hare. Vrindavan wird im Reiseführer als „village“ beschrieben und wir machen uns so unsere Bilder im Kopf. Ich stelle mir grüne Wiesen vor und lauter hängengebliebene Hippies in orangenen Klamotten, die den ganzen Tag singen und Kühe streicheln. Und wie so oft, kann ich meine Bilder im Kopf komplett in die Tonne treten. Das Dorf hat etwa 60000 Einwohner und ist eine trubelige, laute und total anstrengende Stadt. In den schmalen Gassen werden wir nicht nur von auffallend vielen bettelnden Frauen und Kindern angesprochen und angegrabscht, sondern auch noch hinterhältig überfallen (siehe Special Features Szene 14). Mein Hauptaugenmerk gilt – nachdem ich wieder klar sehen kann – Schusswaffen gegen die gefährlichen Diebe, leider ohne Erfolg.

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Wir finden aber tatsächlich auch noch Krishnas Jünger, und die sind wirklich entzückend. Verschanzen sich in ihren Ashrams und hinter dicken Tempelmauern, lassen das Elend und die Armut draußen und tanzen und singen beseelt ihr Hare Krishna Mantra. Als Belohnung gibts dann für alle nach dem Tanzen ein Glas warme Milch – so schön kann das Leben sein. Und die Herren Krishnaprem und sein Kollege Swami Prabhupada, der ISKON Gründer sowie ihre Nachfolger, haben sich tatsächlich im ausgehenden 20. Jahrhundert Megatempel aus Marmor hinstellen lassen und einen Krishnaholidaypark gleich noch dazu. In was für einer Welt leben wir eigentlich!?

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Für unsere Reisegruppe ist Vrindavan die letzte gemeinsame Station. Nach drei schönen, witzigen und erlebnisreichen Wochen müssen wir wehmütig Abschied nehmen. Dani und Doro fahren zurück nach Delhi – ratet mal mit was! Genau, mit dem Auto, da der Zug 12h Verspätung hat – und wir suchen den Sommer indem wir einen Zug Richtung Süden besteigen. Dieser Zug hat bei unserer Abfahrt lediglich 4 Stunden Verspätung, ist ja gar nichts. Unser Ziel, Chalisgaon, erreichen wir am darauffolgenden Tag mit knapp 10 Stunden Verspätung. Wer in Indien mit dem Zug reist, braucht viel Geduld und Humor.

In Chalisgaon erwartet uns wieder ein komplett anderes Indien. Das Städtchen steht in keinem Reiseführer und ist deshalb völlig unschuldig, was Touristen angeht. Das macht uns einerseits zu VIPs, die sich geduldig fotografieren lassen, andererseits erleben wir viele hilfsbereite und supernette Inder. Da die meisten kein Englisch sprechen, und wir immernoch nicht Hindi können, geht es mal wieder mit Händen und Füßen.

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In Ellora erkunden wir sagenhafte Höhlentempel, die aus den Bergen rausgeschlagen wurden. Die sind unfassbar und faszinierend (die Bilder dazu gibts hier). Meine beiden Highlights: der Kailasha-Tempel, der komplett von oben nach unten gebaut, oder besser rausgemeißelt wurde. Es übersteigt meine Vorstellungskraft, wie dies vor über 1200 Jahren ohne technische Hilfsmittel möglich war. Um den Tempel freizulegen, wurden zweihunderttausend Tonnen Fels weggeklopft. Die spinnen, die Inder! Das zweite Highlight ist die Tatsache, dass hier 34 hinduistische, buddhistische und jainistische Klöster und Tempelhöhlen friedlich nebeneinander gebaut wurden, das nenne ich Religionsfreiheit.
Am Abend lernen wir einen 17-Jährigen kennen, der von uns irgendwie fasziniert ist. Er hat am Busbahnhof unsere Pläne für den kommenden Tag belauscht, unser Hotel ausfindig gemacht und uns eingeladen, auf seinem Motorrad zu den Höhlen von Pithalkora zu fahren. Da hören wir mal wieder auf unser Bauchgefühl, anstatt auf Warnungen der Reiseliteratur vor freundlichen jungen Typen, und fahren am nächsten Morgen zu dritt auf seinem Moped durch die Gegend. Was ein Spaß!

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Nachmittags gehts mit dem Bus weiter zum nächsten größeren Bahnhof, an dem am nächsten Morgen unser Zug weiter nach Hampi fahren soll. Wir sind gespannt, wie viel Verspätung es diesmal gibt…
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Karma Karma Chameleon

DSDS Gastbeitrag

In Pushkar mit dem Luxustaxi angekommen, haben wir uns erstmal bei Krishna eingebucht, mit Sonne, hübschem Garten und Prinzessinenzimmer für Dani und Doro. Dann gingen wir los um unser gutes Karma abzuholen. Doro ließ lieber ihre Schuhe reparieren, da sie schon voll gutem Karma ist. Hauptbeschäftigung war, die Stadt zu erkunden, ganz gemütlich durch Gassen zu schlendern, an den Ghats vorbei und an dem See, der durch’s Hinabfallen von Brahmas Lotusblüte entstanden ist.

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Voll gutem Karma, das die Sozialarbeiter unserer Reisegruppe ja eh schon haben und die eine, die es sich durch „1000 temples, 2000 brahmans, 500 rupies“ und ganz viel „Rama, Rama“ für nur 50 Rupies erlangt hat, war nun Zeit die Tempel von Innen anzuschauen. Im Brahmatempel kamen wir direkt in eine ‚Zeremonie‘. Menschen die beten, Sprüche aufsagen zu schöner Musik – das ist die Vorstellung die man normalerweise hat. Livemusik vom Feinsten! Als wir rein gingen sahen wir zuerst die betenden Gläubigen, irre laute Trommel- und Glöckchenmusik und einen hübsch bemalten Tempel. Die Trommeln wurden immer lauter, doch von einem Trommler weit und breit keine Spur! Im hintersten Raum fanden wir eine hochprofessionelle Trommelmaschine – in Indien hat die Industrialisierung definitiv Einzug gehalten. Zum Glück haben wir später noch einen Trommler gesehen, der locker in seiner Trommel hätte übernachten können! Am nächsten Tag gab’s gutes Karma für die Shoppingtour für Doro und entspanntes Rumhängen am See für den Rest der Truppe.

Weiter gings mit dem Bus in die Pink City Jaipur, in der alle Häuser pink angemalt sein sollen. Wir lassen uns mal überraschen, aber als erstes hieß es für uns ins größte Kino Indiens zu gehen mit 1500 Plätzen. Man denkt es nicht, aber die Vorstellung war fast ausverkauft. Das Kino war von Innen sehr hübsch in Artdeco. Hier machte die Pink City sich alle Ehre – in pinker Beleuchtung und dann hellblau im Wechsel. Indisches Kino ist echt ein Spaß, jubelnde, telefonierende, schlafende Leute und das alles während dem Film.

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Als wir in die Altstadt kamen – weit und breit kein PINK! Doch, 2 Frauen mit pinken Sari’s. Die Stadt an sich ist eher rot, sandstein farben, grau, dreckig und laut – eine große Baustelle- aber nicht pink. Als wir oben auf dem Turm der Moschee waren, haben wir doch noch ein paar hübsche Ecken gefunden – das Observatory mit der weltweit größten Sonnenuhr, den Palast der Winde mit zig tausend Fenstern für die Mädels, dass die auch mal was vom Leben auf der Straße sehen.
Am nächsten Tag gings zum Amber Fort was bekannt für Elefantenritte zum Fort hoch ist, wir haben aber unsere eigenen Füße genommen um das Fort mit super schönen Marmorräumen und wunderschönen Ausblicken zu erkunden.

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Und weiter gings von Jaipur mit dem Zug nach Sawai Madhopur Richtung Nationalpark. Auf dem Weg dorthin haben wir ein paar Indern westliche Zauberei gezeigt und sie auch etwas verdutzt – ein blau leuchtender Zauberstab, der für Inder sauberes Wasser noch sauberer macht. Darth Vader und seine Macht waren mit in unserem Zugabteil!

NO Eye of the tiger :-( im Ranthambore Nationalpark, aber dafür ein wundervolles uraltes Fort im Urwald und eine kalte, zu Beginn etwas neblige, aber durchaus lohnenswerte Safari mit herrlichen Tiererlebnissen: Affen, Papageien, Pfauen, Rehe, Hirsche, Gazellen, Antilopen, Schakale,Steppenadler, Wachteln und lustigen peruanischen Reisebegleitern (Paar mit der reiselustigen 84 jährigen Oma).

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Zugfahrt nach Agra: Einstieg siehe Special Features, Szene 13.
Zum Glück haben wir uns mit viel Gedränge durch einen mega vollen Zug glücklich wieder gefunden, zwar etwas vereinzelt verteilt im Waggon, aber immerhin im gleichen, hat jeder irgendwie einen Sitzplatz ergattert. Fünf Stunden können eine lange Zugreise sein…. Nicht für Oli der die Hauptattraktion im Zug war mit Bilder und Berichten aus dem fernen Deutschland.  Nur große Enttäuschung bei den Indern, dass er kein Hochzeitsbild auf dem Tablet hat! Aber nun hat Oli zwei fb-Freunde mehr, ein schickes Schüttel-Taj und eine Einladung zu einer indischen Hochzeit im Herbst!

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T t tttaj me
In Agra angekommen machten wir uns gemütlich auf den Weg Richtung Taj Mahal, da es eh näblig war haben wir uns für den Sonnenuntergang entschieden. Zuerst hieß es Karten kaufen, Schuhverhüterli’s und Wasser abholen. Wir wurden darauf hingewiesen, dass wir keine Waffen, Bomben, religiösen Bücher, Flaschen und Co mit rein nehmen dürfen. Als wir durchleuchtet wurden, fiel leider Utes hübsches Ebook reader Cover etwas negativ mit den hübsch bunten Göttern auf, was sich später in einer Vitrine im Laden gegenüber wiederfand. Auch unser kleines Schüttel-Taj durfte nicht mit ins große Taj. Drin im Gelände war fast alles symmetrisch angelegt, die 10 Fehler mussten wir aber selbst – ohne Auflösung im nächsten Heft – suchen. Irre und sehr beeindruckend wie viele Edelsteine und Marmor dort verbaut wurden. Eine Attraktion war aber nicht nur der Taj Mahal, sondern auch wir als Fotoobjekte für Inder sowie die anderen Touristen, die manch skurile Selfies schossen mit dem Taj als Fototapete im Hintergrund.

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Zurück im Hostel checken wir ob unser Zug für indische Verhältnisse pünktlich nach Varanasi fährt. CANCELLED war das Wort, dass uns große Augen bereitete.  Los gings zum Bahnhof, Tickets zurück geben und gegen Neue einen Tag später eintauschen – gleicher Zug, ein Tag später mit hoffentlich mehr Glück. Neuer Tag, neues Glück und mit dem ganzen Karma sollte es doch klappen. Leider nein! Der Zug hatte schon vor der geplanten Abfahrt in Delhi 3 Stunden + x Verspätung und das ohne Delhi 21 :) Plan 2.0 muss her…